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	<title>Des Pudels Sicht auf die Welt</title>
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		<title>Macbeth in Grau und Gut</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 22:27:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine &#8222;richtige&#8220; Premiere war es ja doch nicht. Die Produktion gab&#8217;s ja schonmal in Köln, deswegen stand ja auch überall &#8222;Berliner Premiere&#8220;. Aber die Inszenierung war es wert, eingekauft worden zu sein, soviel vorweg. Aber der Reihe nach: Nach dem Verklingen der Ouvertüre sehen wir eine graue Wand mit ein bisschen Blut daran. Die Hexen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=163&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine &#8222;richtige&#8220; Premiere war es ja doch nicht. Die Produktion gab&#8217;s ja schonmal in Köln, deswegen stand ja auch überall &#8222;Berliner Premiere&#8220;. Aber die Inszenierung war es wert, eingekauft worden zu sein, soviel vorweg.</p>
<p><span id="more-163"></span>Aber der Reihe nach: Nach dem Verklingen der Ouvertüre sehen wir eine graue Wand mit ein bisschen Blut daran. Die Hexen treten als Putzfrauen auf, trinken ein bisschen und sagen dann die Zukunft voraus. Wir erleben Macbeth dabei in einer grauen Uniform und Banquo in einem grauen Anzug. Das kling jetzt erstmal fürchterlich grau, aber seien wir mal ehrlich: Was ist Macbeth denn? Farbenfroh? Das ist eine der wenigen Opern in der niemand irgendwen wirklich liebt, dafür lieben alle die Macht umso mehr. Ist das bunt? Nein, es ist blutig und grau, so wie es dargestellt wurde. Totalitäre Monarchien sind nicht bunt. Der Hexenchor gelang nach kurzen Anlaufschwierigkeiten aber tadellos.</p>
<p>Es folgt die Briefszene, das Zimmer ist&#8230;grau.  Auch Anna Smirnova als Lady Macbeth hatte leichte Anlaufschwierigkeiten, die Spitzen klangen gerade in der Cabaletta &#8222;Or tutti sorgete&#8220; sehr scharf und angestrengt, auch das Böse, Machtbesessene kam noch nicht ideal rüber. &#8222;Fatal mia donna&#8220; und der Königsmord waren dagegen vollkommen überzeugend.</p>
<p>Im zweiten Akt muss man natürlich auf die schönste italienische Bass-Arie aller Zeiten eingehen, die Arie des Banquo. Ante Jerkunica verfügt zwar über ein in der Tiefe mächtiges und wohlklingendes Organ, hatte aber in der Höhe Probleme über das Orchester zu kommen und ist so kein Vergleich zu den ganz großen Interpreten dieser Rolle, aber jeden an Ghiaurov oder Raimondi zu messen wäre auch vermessen. Das Bankett gelang dagegen auch inszenatorisch brillant, gerade als am Ende auch sehr viele der Gäste die gleiche Wunde am Kopf hatten, wie auch der Geist Banquos.</p>
<p>Im dritten Akt fehlte das Ballett, leider, auch wenn der Aktschluss mit der &#8222;Ora di morte e di vendetta&#8220; sehr gut gelang, trotz der Tatsache, dass der Lord von seiner Lady (auch in der Inszenierung) an die Wand gesungen wurde. Was die Inszenierung gerade der Hexenbefragung angeht, möchte ich nicht alles verraten, nur so viel: Es ist wirklich gut gelungen.</p>
<p>Der vierte Akt: Ein grandioser Flüchtlingschor, ein wunderbarer MacDuff (Pavol Breslik), und endlich auch mal ein Macbeh (Thomas J. Mayer), der in seinem letzten Monolog mal zeigt, was er wirklich kann. Auch der Vittoria-Chor am Ende gelang hervorragend, und toll inszeniert: Ein Diktator folgt auf den nächsten, der Tyrann wird von einem Tyrannen beerbt und alles geht weiter. In Grau. Aber wie gesagt: MacBeth ist nicht bunt, MacBeth ist grau. Und so war die Inszenierung beklemmend, aber vollkommen passend. Erwähnen muss man auch das Dirigat: Nichts komplett besonderes, aber die dramatischen Stellen waren gut herausgearbeitet und die Tempi vollkommen angemessen. Eine sehr solide Leistung des Orchesters der DOB unter Roberto Rizzi Brignoli.</p>
<p>Fazit: Tolle Inszenierung von Robert Carsen. Gute, aber keine überragenden Sängern. Ein also ein sehr schöner Abend.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pudelchen.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pudelchen.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/pudelchen.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/pudelchen.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/pudelchen.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/pudelchen.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/pudelchen.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/pudelchen.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/pudelchen.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/pudelchen.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/pudelchen.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/pudelchen.wordpress.com/163/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/pudelchen.wordpress.com/163/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/pudelchen.wordpress.com/163/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=163&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Samson et Dalila an der Deutschen Oper Berlin- Du hast die Haare (nicht) schön</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 21:32:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Samson et Dalila von Camille Saint-Saëns ist sicher nicht die meistgespielte Oper der Welt (denn das ist Carmen, haha), aber dieses Werk hat schon große Momente. Das Duett der Titelhelden gehört ebenso dazu wie die tolle Ballettmusik. Der biblische Stoff ist allerdings arg&#8230;biblisch, es ist schwer zu beschreiben, aber er wirkt dann doch angestaubt, aber [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=159&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samson et Dalila von Camille Saint-Saëns ist sicher nicht die meistgespielte Oper der Welt (denn das ist Carmen, haha), aber dieses Werk hat schon große Momente. Das Duett der Titelhelden gehört ebenso dazu wie die tolle Ballettmusik. Der biblische Stoff ist allerdings arg&#8230;biblisch, es ist schwer zu beschreiben, aber er wirkt dann doch angestaubt, aber mystisch und eben typisch biblisch, was auch immer das genau sein mag.</p>
<p>So erfreut die Idee, die Oper in die Zeit des Komponisten zu verlegen, in die Zeit während bzw. kurz nach dem Deutsch-Französischen Krieg. Die Pariser Bevölkerung liegt am Boden und versucht sich zu wehren. Ihr charismatischer Anführer ist eben Samson. In diesem Setting ist es dann auch normal, dass nicht die Haare Kraft verleihen, sondern die Ausstrahlung und Autorität der Führerfigur Samson. Nur wie kann man diese glaubhaft brechen? Der Regisseur Patrick Kinmonth lässt hier Dalila Macht über ihre erotische Ausstrahlung ausüben. Als sie sich Samson, der sie ja auch hier liebt, aber abweist, verliert sie die Kontrolle über ihn und erfährt gerade dadurch gewalt- und schmerzvoll sein Geheimnis: Er vergewaltigt sie und ist wegen dieser Handlung eben nicht mehr eine moralische Autorität, er verliert alle seine Glaubwürdigkeit, wenn er so mit seiner Frau umgeht. Auf dem Schlusston schlägt Dalila den gemeinsamen Sohn ohne Sinn- so wie sie ohne Sinn Gewalt erleben musste. Soweit ist das Konzept logisch. Der dritte Akt ist anders.  Wir erleben eine Feier der Philister, vorher haben sich Samson und sein Sohn noch wie Clowns geschminkt und Samson wird verspottet, von Dalila, vom Chor. Nur als Gott ihm seine Kraft zurückgeben soll passiert- nichts. Der Chor streift die Kostüme aus dem 19. Jahrhundert ab und trägt jetzt die Kleidung aus dem 20. Jahrhundert, auf dem Bahnsteig fahren Güterwaggons vor. Warum das eigentlich? Sie sollen auf die Schrecken des 20. Jahrhunderts hindeuten, bloß was haben diese Andeutungen hier zu suchen? Eigentlich zerstören sie die bis zum Ende des zweiten Aktes durchaus starke Bildsprache. Aber selbst die ist relativ schwer verständlich und hätte sich mir ohne Programmheft sicher auch nicht ohne weiteres erschlossen. Und eigentlich sollte mein eine Inszenierung auch ohne Programmheft einigermaßen verstehen. Entsprechend holte sich das Regieteam überaus viele Buhrufe ab, einzelne Bravos waren zu hören, viele Leute klatschten einfach nicht.</p>
<p>Musikalisch gibt es dagegen nichts zu meckern. Chor und Orchester (Leitung: Alain Altinoglu) waren in hervorragender Verfassung und erhielten viele Bravo-Rufe. Vesselina Kasarova glückte ein einfühlsames Rollenportrait, ihr Dalila-Debut kann man als rundum gelungen bezeichnen. José Cura hat dann doch ein paar Töne verpasst und klang ab- und zu angestrengt, aber er hat trotzdem einen guten Abend.  Beeindruckend gelang Laurent Naouri der Oberpriester.</p>
<p>Alles in allem eine Regie mit interessanten Ideen, die am Ende wahrscheinlich zu viel gewollt und zu wenig gekonnt hat, und eine gutaufgestellte Sängerriege. Trotz der Schwächen eine gut Aufführung, die sich lohnt!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pudelchen.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pudelchen.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/pudelchen.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/pudelchen.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/pudelchen.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/pudelchen.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/pudelchen.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/pudelchen.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/pudelchen.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/pudelchen.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/pudelchen.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/pudelchen.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/pudelchen.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/pudelchen.wordpress.com/159/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=159&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Hojotoho! Die Walküre in der Staatsoper im Schillertheater</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 07:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pudelchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es sind Festtage, die Staatsoper ist entsprechend geschmückt, das Anstehen um Stundenten-Karten beginnt früher (aber es gibt noch welche!) und die Abendkleid- und Anzugquote steigt. Und auch in den Pause spielte das Wetter mit um draußen im Lenz Currywurst aus Porzellanschälchen zu bekommen.  Der Rahmen für besondere Opernvorstellungen stimmte also. In das Dunkel des Schillertheaters [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=156&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind Festtage, die Staatsoper ist entsprechend geschmückt, das Anstehen um Stundenten-Karten beginnt früher (aber es gibt noch welche!) und die Abendkleid- und Anzugquote steigt. Und auch in den Pause spielte das Wetter mit um draußen im Lenz Currywurst aus Porzellanschälchen zu bekommen.  Der Rahmen für besondere Opernvorstellungen stimmte also.</p>
<p>In das Dunkel des Schillertheaters tönte aber zunächst, wie von Barenboim gewöhnt und wie es die Akustik des Schillertheaters hergab, das Sturmvorspiel zum ersten Aufzug. Akustik ist schonmal ein gutes Stichwort. Der hier gespielte Wagner ist, im Gegensatz zum Bayreuther Mischklang durchhörbar. Und dann hob sich der Vorhang und wir blicken auf, Überraschung, einen Raum in einem Häuschen mit einem Stamm und einem Herd. Und Siegmund irrt waffenlos herein. Wir sehen als auf der Bühne, was im Libretto steht, das verdient schonmal Aufmerksamkeit. Leider gab&#8217;s dann aber für Hunding und Siegmund nichts zu essen und auch keinen Tisch, als das Mahl bereitet werden sollte. Dafür wurde die Projektionswand hinten wieder (wie im Rheingold, wenn auch nicht so intensiv) für Schattenspiele, die Hundings Kommen oder Sieglindes Tätigkeiten hinter der Bühne illustrierten, genutzt. Durch die kleine Bühne, die hier noch durch schräge Wände verkleinert wurde, entsteht dabei eine Kammerspiel-artige Atmosphäre. Das ist hier ja auch nur positiv, immerhin stehen da nur höchstens drei Menschen auf der Bühne. Und die überzeugten im ersten Aufzug voll und ganz. Simon O&#8217;Neill als Siegmund glänzte mit beeindruckenden Spitzen, Anja Kampe war mal einfühlsam, mal gefühlvoll ausbrechend und auch Mikhail Petrenko sang einen wunderbar düstren Hunding. Nach dem rauschhaften Finale ging es also mit einem echten Hochgefühl in die Pause.</p>
<p>Der zweite Aufzug: Meiner Meinung nach einer der schwächsten Aufzüge des ganzen Rings. (vielleicht muss ich jetzt hier den Siegfried mal ausklammern) Aber gerade das Gespräch zwischen Fricka und Wotan kann sich ziehen. Und leider tat es das dort auch, trotz eines herausragenden René Pape als Wotan, dem man nur leider manchmal anmerkte, dass er doch eigentlich ein Bass ist. Hier hätte sich die Regie wirklich mal was einfallen lassen können. Es folgt die Todesverkündung mit einer der komischten Regieideen des Abends: Der Wald, auf heruntergefahrene Stangen (die noch öfter zum Einsatz kamen) projeziert wurde, wandelte sich plötzlich zu einer grünen, stark an die Matrix erinnernde, grüne  Zeichenkolonnen. Sollen wir da in eine höhere Ebene gehoben werden? Sollen die Götter diese Umgebung nur geschaffen haben, um die Menschen eben in diese Situation zu bringen? Oder wird Siegfried am Ende wie Neo rumlaufen und Hagen wie Mr. Smith? Letzteres wurde wenigstens dadurch unwahrscheinlicher, dass sich Hunding und Siegmund nicht in Bullettime bekämpften. Iréne Theorin war dabei eine Brünnhilde mit starker Bühnenpräsenz und toller Stimme, die vielleicht nur ab und zu Probleme hatte, gegen das große Orchester anzukommen.</p>
<p>Und dann fehlt da ja noch das Highlight: Der dritte Aufzug. Aus dem Orchestergraben kommt rauschhaft der Walkürenritt eine mächtige 3-D-Projektion prangt beeindruckend über der Bühne. Die Walküren kommen auf die Bühne: Die Kostüme sind schick, aber erscheinen ungeeignet für eine Schildmaid. Da ist nämlich kein Schild, schade, denn das störte auch schon beim Kampf im zweiten Aufzug. Gesanglich war die Walkürenriege aber gut drauf, die Szene geriet so eindrucksvoll, wie sie es muss. Nachdem Walvater dann angekommen war und noch mit Brünnhilde geredet hatte: Wotans Abschied. Eine der eindrucksvollsten Szenen des ganzen Rings. Pape gestaltet ihn hier hochemotional und wunderbar. Nur der Feuerzauber geriet mit Rotlichtlampen und Stangen irgendwie zu unspektakulär, wenn man das Rheingold mit der großen Tanztruppe gesehen hat (die haben damals den Tarnhelm getanzt- Warum konnten sie nicht den Feuerzauber tanzen?) und von der Pferde-Projektion beeindruckt war (da hätte man doch auch Feuer machen können) Aber bei DIESER Musik, in DIESER Qualität (Barenboim+Pape) muss ich dann einfach mal Monostatos aus der Zauberflöte zitieren:  <em>&#8222;Sollt&#8217; es dich zu sehr verdriessen, O so mach&#8217; die Augen zu!&#8220;</em> Denn das Orchester zeichnete das &#8222;bräutliche Feuer&#8220; so grandios, dass man die komischen Lampen vergessen konnte.</p>
<p>Fazit: Riesengroßer Applaus für alle Beiteiligten, bis auf den Regisseur, hier haben wir ein geteiltes Bild. Ich weiß nicht, wo ich mich da einordnen soll, die Inszenierung war gut, vielleicht sehr gut, aber sicher nicht überragend. Trotzdem: Es gibt noch zwei Vorstellungen, es gibt noch Karten!</p>
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		<title>Tristan und Isolde an der Deutschen Oper Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 00:04:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es ist sehr verwunderlich, dass mir zu einem 5-Stunden-Abend eigentlich nur sehr wenig einfällt. Aber es ist auch irgendwie bezeichnend für die Inszenierung. Im Kern war sie vor allem eins: Belanglos. Sie war modern, aber entlockte dabei dem Werk kaum neue Facetten. Einzig die Idee des Zeitsprungs zwischen dem zweiten und dritten Akt wirkte durchdacht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=152&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist sehr verwunderlich, dass mir zu einem 5-Stunden-Abend eigentlich nur sehr wenig einfällt. Aber es ist auch irgendwie bezeichnend für die Inszenierung. Im Kern war sie vor allem eins: Belanglos. Sie war modern, aber entlockte dabei dem Werk kaum neue Facetten. Einzig die Idee des Zeitsprungs zwischen dem zweiten und dritten Akt wirkte durchdacht und dabei neuartig.</p>
<p>Musikalisch kann man nicht meckern, auch wenn ich mit dem Wort &#8222;Sternstunde&#8220;, wie es das rbb-Kulturradio benutzt hat, vorsichtig wäre. Das Orchester unter <em>Donald Runnicles</em> war sehr gut bei der Sache, das Dirigat war sehr überzeugend. Peter Seiffert als Tristan war wirklich extrem gut, seine Frau Kristinn Sigmundsson war zwar an den lyrischen Stellen herzergreifend, kam an so mancher dramatischer Stelle aber nicht mehr übers Orchester. Die restlichen Rollen waren überzeugend besetzt, einzeln zu nennen wäre der Einspringer Sebastian Noack als ziemlich beeindruckender Kurwenal.</p>
<p>Insgesamt also eine solide Vorstellung in sehr guter musikalischer Qualität. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pudelchen.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pudelchen.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/pudelchen.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/pudelchen.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/pudelchen.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/pudelchen.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/pudelchen.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/pudelchen.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/pudelchen.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/pudelchen.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/pudelchen.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/pudelchen.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/pudelchen.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/pudelchen.wordpress.com/152/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=152&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wenn man im Lexikon unter &#8222;Fauler Kompromiss&#8220; nachschlagen würde,&#8230;</title>
		<link>http://pudelchen.wordpress.com/2011/02/21/wenn-man-im-lexikon-unter-fauler-kompromiss-nachschlagen-wurde/</link>
		<comments>http://pudelchen.wordpress.com/2011/02/21/wenn-man-im-lexikon-unter-fauler-kompromiss-nachschlagen-wurde/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 20:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pudelchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik in Deutschland und der Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Beck]]></category>
		<category><![CDATA[Erhöhung]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Kompromiss]]></category>
		<category><![CDATA[Regelsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Schwesig]]></category>
		<category><![CDATA[Seehofer]]></category>
		<category><![CDATA[von der Leyen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;dann könnte man als Erklärung auch einfach das Verhandlungsergebnis über den Hartz-IV-Regelsatz abdrucken. Erst scheitern die Verhandlungen unter der Führung von Frau von der Leyen und Frau Schwesig, dann kommen die guten, alten Ministerpräsidenten (Beck, Seehofer) und kaspern sich von jetzt auf gleich etwas aus, die Grünen geben die Verhandlungen dann gleich auf (ist natürlich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=149&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;dann könnte man als Erklärung auch einfach das Verhandlungsergebnis über den Hartz-IV-Regelsatz abdrucken.</p>
<p>Erst scheitern die Verhandlungen unter der Führung von Frau von der Leyen und Frau Schwesig, dann kommen die guten, alten Ministerpräsidenten (Beck, Seehofer) und kaspern sich von jetzt auf gleich etwas aus, die Grünen geben die Verhandlungen dann gleich auf (ist natürlich auch leicht, wenn man eigentlich sowieso nicht gebraucht wird) und wir haben etwas auf dem Tisch:</p>
<ul>
<li>Regelsatzerhöhung (um die geplanten 5€ und dann nochmal gestuft 3 weitere Euros</li>
<li>Mindestlohn für Leiharbeiter und  Wachleute</li>
<li>ausgeweitetes Bildungspaket</li>
</ul>
<p>Insbesondere der zweite Punkt macht mir Spaß: Er ist zwar zumindest ein Schritt in die richtige Richtung, aber ich weiß ehrlich nicht, was die FDP gegen die gleiche Bezahlung vom ersten Tag an hat. Leistung soll sich doch eigentlich lohnen. Eigentlich müsste das doch ihre Ideologie viel mehr zupass kommen als ein Mindestlohn. Aber naja, wer versteht schon die FDP?</p>
<p>Und wer versteht, was das alles mit der Neuberechnung der ALG-II-Sätze zu tun hat? Denn auch da zweifelt ja die SPD an der &#8222;sauberen&#8220; Berechnung. Deswegen erging doch das Verfassungsgerichtsurteil im letzten Jahr. Aber naja, dafür ist ja die Regierung verantwortlich, das ist eine wirklich tolle Ausrede.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pudelchen.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pudelchen.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/pudelchen.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/pudelchen.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/pudelchen.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/pudelchen.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/pudelchen.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/pudelchen.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/pudelchen.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/pudelchen.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/pudelchen.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/pudelchen.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/pudelchen.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/pudelchen.wordpress.com/149/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=149&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Liebe der Danae- Deutsche Oper Berlin</title>
		<link>http://pudelchen.wordpress.com/2011/01/24/die-liebe-der-danae-deutsche-oper-berlin/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 11:22:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pudelchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Danae]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche]]></category>
		<category><![CDATA[Harms]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Abschiedsgeschenk der scheidenden Intendantin ist also da: Die Neuproduktion der vorletzten Oper von Richard Strauss &#8222;Die Liebe der Danae&#8220; feierte an der Bismarckstraße Premiere. Es war ein gelungener Ausstand für Frau Harms, wenn auch keine Sternstunde der Inszenierungskunst oder des Strauss-Gesangs. Aber beginnen wir von vorn:. Wir befinden uns in einem Museum. Alte Kunstwerke, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=143&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Abschiedsgeschenk der scheidenden Intendantin ist also da: Die Neuproduktion der vorletzten Oper von Richard Strauss &#8222;Die Liebe der Danae&#8220; feierte an der Bismarckstraße Premiere.</p>
<p>Es war ein gelungener Ausstand für Frau Harms, wenn auch keine Sternstunde der Inszenierungskunst oder des Strauss-Gesangs. Aber beginnen wir von vorn:.</p>
<p><span id="more-143"></span>Wir befinden uns in einem Museum. Alte Kunstwerke, Zeugnisse vergangener Größe des bankrotten Königs Pollux liegen herum. Und die Gläubiger sind auch schon da. Natürlich wird schon im ersten Bild alles abgetragen, die Gemälde weggeschafft. Der Konzertflügel wird an die Decke gehängt. Warum auch immer. Vielleicht als Symbol für die Armut, die nun über allem schwebt? So genau weiß man es nicht und Frau Harms erklärt es auch nicht weiter.</p>
<p>Zumindest erscheint nun Danae mit ihrer Dienerin Xanthe und erzählt ihr von einem Traum, in dem Gold auf sie herabregnete. Auf die Bühne fallen währenddessen Notenblätter. Musikalisches Gold? Kapital? Oder eine Parrabel auf den greisen Richard Strauss, der zur Kompositionszeit auch nicht mehr verstanden wurde? Und vielleicht ist der Flügel auch dahingehend zu deuten. Die Szene ist aber musikalisch sehr gelungen und anrührend.</p>
<p>Auch die folgenden Verwicklungen mit Midas und Jupiter waren angemessen in Szene gesetzt, manchmal wäre aber ein bisschen mehr Theaterzauber schön gewesen. Gerade die Vergoldung des Saales hätte vielleicht durch mehr als eine Beleuchtungsänderung gezeigt werden können, und dass man nur ein Bettuch abziehen musste und schon war das Bett aus Gold, hätte vielleicht auch spektakulärer gelöst werden können. Für eine Goldstatue sah Manuela Uhl am Ende auch zu menschlich aus.</p>
<p>Was dem zweiten Akt an großen Bildern fehlte, holte der dritte dann nach: Das nun vollkommen verarmte Paar sitzt und haust nun in den Ruinen des Museumssaals, der Flügel ist immernoch da, wird von Danae aber, als sie ihre neue Armut und ihre vollkommene Liebe preist aber fast angebetet. Dazu ist der Hintergrund in geheimnisvollen Nebel gehüllt. Spätestens als Jupiter und Merkur auftauchen  und Merkur eine rote Rose in den grauen Untergrund steckt, lichttechnisch weiter hervorgehoben in der grauen Umgebung, dann ist man doch erstmal ob dieses Spiels der Farben auf der Bühne beeindruckt.</p>
<p>Und das Musikalische? Eine große Leistung von Orchester und dem wie immer stimmgewaltigen Chor. Die vier Königinnen (Hila Fahima, Martina Welschenbach, Julia Benzinger, Katarina Bradic) hatten herrliche Auftritte und die jungen Stimmen passten perfekt. Mark Delavan musste sich neben Applaus auch ein wenig berechtigte Kritik anhören, war er doch den Anforderungen der Rolle nicht immer ganz gewachsen. Matthias Klink als Midas wurde euphorisch gefeiert, was mir bei der teilweise doch arg klein klingenden Stimme ein wenig übermäßig vorkam. Obwohl er die Töne hatte, wurde er auch oft genug vom Orchester zugedeckt oder von Manuela Uhl als Danae an die Wand gesungen. Letztere machte ihrem Ruf als Expertin für die großen Strauss-Rollen an der Bismarckstraße wieder alle Ehre.</p>
<p>Insgesamt ein gelungener Abend, mit leichten Schwächen bei den Herren.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pudelchen.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pudelchen.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/pudelchen.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/pudelchen.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/pudelchen.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/pudelchen.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/pudelchen.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/pudelchen.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/pudelchen.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/pudelchen.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/pudelchen.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/pudelchen.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/pudelchen.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/pudelchen.wordpress.com/143/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=143&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Berliner Opernorchester, Barenboim und der Streik</title>
		<link>http://pudelchen.wordpress.com/2010/11/15/die-berliner-opernorchester-barenboim-und-der-streik/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 22:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pudelchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Komische Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Opernstiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>
		<category><![CDATA[Orchesterstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Staatskapelle]]></category>
		<category><![CDATA[Streik]]></category>

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		<description><![CDATA[So, jetzt ist der Streit um die Gehälter der Berliner Opernorchestermusiker also in der Politik angekommen, man spricht im Abgeordnetenhaus darüber, es wird sich auch weiter von allen Seiten dazu geäußert. Auch wenn es ja eigentlich nur um das Aushelfen in anderen Orchestern der Opernstiftung geht oder wenigstens eine größere Gehaltserhöhung, so fällt eine Sache [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=138&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, jetzt ist der Streit um die Gehälter der Berliner Opernorchestermusiker also in der Politik angekommen, man spricht im Abgeordnetenhaus darüber, es wird sich auch weiter von allen Seiten dazu geäußert. Auch wenn es ja eigentlich nur um das Aushelfen in anderen Orchestern der Opernstiftung geht oder wenigstens eine größere Gehaltserhöhung, so fällt eine Sache ganz besonders auf: Der Streik findet nur bei den Orchestern der Deutschen Oper Berlin (DOB) und der Komischen Oper Berlin (KOB) statt, die Staatskapelle, das Orchester der Staatsoper im Schillertheater streikt nicht. Warum nicht? Die Staatskapelle wird, weil Barenboim damals seinen Abgang angedroht hatte, auf vom Bund mit zusätzlichem Geld unterstützt und kann bessere Gehälter zahlen. Begründung für den Zuschuss? Die Staatskapelle bringt ja auch viel mehr ein auf ihren vielen Tourneen. Und die könnten die anderen Orchester, wären sie gut genug, ja auch machen.</p>
<p>Ja, die Staatskapelle ist das beste Opernorchester Berlins, ja sie ist das wahrscheinlich zweitbeste Orchester Berlins insgesamt nach den Philharmonikern unter Rattle, doch ist bei besserem Gehalt die bessere Leistung nur eine sich selbst erfüllende Prophezeihung, weil es die besseren Musiker zur Staatskapelle ziehen wird.<br />
Erschwerend kommt hinzu, dass man wohl selten reine Opernorchester einladen wird, die großen Häuser haben doch ihre eigenen Orchester, oder hat das Orchester der MET schonmal in London gastiert, oder das der Scala in Zürich? Warum sollte man also das Orchester der DOB oder KOB einladen? Die Staatskapelle wird dagegen unter Barenboim schon zum halben Sinfonieorchester.<br />
Und wo wir gerade bei Barenboim sind: Es gab da schonmal einen großen Dirigenten, der mit seinem Abschied gedroht hat, wenn er nicht mehr Geld bekommt. Christian Thielemann war GMD der DOB. Was war das Ende? Er ist dann halt gegangen, bei Barenboim war plötzlich Geld vom Bund da.<br />
Und müsste man bei der Begründung &#8222;Sie bringt mehr ein&#8220; nicht auch die DOB finanziell mehr fördern als die anderen Häuser? Immerhin sind da ja 1900 Plätze zu füllen und wurden in der letzten Spielzeit auch gut gefüllt. Trotzdem wurde, als die Opernstiftung einen 20 Mio. Euro großen Überschuss erwirtschaftete, der Kuchen so aufgeteilt, dass das größte Haus am wenigsten bekam. Hier zählt die Logik also nicht mehr? Interessant, interessant.<br />
Und wenn wir nur mit der Leistung argumentieren würden: Warum bekommt dann der Chor der DOB nicht mehr Geld? Immerhin ist er den Chören von Staatsoper im Schillertheater und Komischer Oper weit überlegen. (alle, die Rienzi und Otello in der letzten Spielzeit gesehen haben, werden da zustimmen)</p>
<p>Und so bricht die Argumentation für die Besserstellung der Staatskapelle langsam zusammen. Also: Die Gehälter gehören angeglichen, die 3 Opern sollten gleichberechtigt existieren, die Bevorzugung der Staatsoper ist nicht zu halten!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pudelchen.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pudelchen.wordpress.com/138/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/pudelchen.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/pudelchen.wordpress.com/138/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/pudelchen.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/pudelchen.wordpress.com/138/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/pudelchen.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/pudelchen.wordpress.com/138/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/pudelchen.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/pudelchen.wordpress.com/138/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/pudelchen.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/pudelchen.wordpress.com/138/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/pudelchen.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/pudelchen.wordpress.com/138/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=138&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Gesundheitsreform Nr. X- Wann kommt endlich der radikale Bruch mit Bismarck?</title>
		<link>http://pudelchen.wordpress.com/2010/09/23/gesundheitsreform-nr-x-wann-kommt-endlich-der-radikale-bruch-mit-bismarck/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 08:14:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pudelchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik in Deutschland und der Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfpauschale]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Frage: In den 1880ern war das deutsche Sozialsystem extrem fortschrittlich. Die Krankenversicherung 1883 war ein enormer Fortschritt in Zeiten des ungehemmten Kapitalismus. Nur sind wir schon über das Jahr 1880 hinaus. Und trotzdem klammern wir uns an das Bismarck&#8217;sche System der Sozialversicherungen. Warum eigentlich? Was hindert uns am großen Bruch? Warum zwanghaft &#8222;echte&#8220; Versicherungen? [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=132&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Frage: In den 1880ern war das deutsche Sozialsystem extrem fortschrittlich. Die Krankenversicherung 1883 war ein enormer Fortschritt in Zeiten des ungehemmten Kapitalismus.</p>
<p>Nur sind wir schon über das Jahr 1880 hinaus. Und trotzdem klammern wir uns an das Bismarck&#8217;sche System der Sozialversicherungen. Warum eigentlich? Was hindert uns am großen Bruch? Warum zwanghaft &#8222;echte&#8220; Versicherungen? Ist es nur das historisch gewachesene, was nicht einfach in einer kleinen &#8222;Revolution von oben&#8220; umwälzen könnten?</p>
<p>Es gibt ein großes Problem mit unserer Sozialversicherung: Sie wird nur von Löhnen und Gehältern gezahlt. Kapitalerträge und Mieteinnahmen aller Art werden nicht erfasst. Zusätzlich sind die Beträge gedeckelt, sodass der Anteil des Lohnes, der für die Sozialversicherung gezahlt wird, bei hohen und sehr hohen Einkommen sinkt. Ist das denn der Sinn der Sache?</p>
<p>Also: Warum werfen wir die Versicherungen nicht einfach über einen Haufen und finanzieren das Sozialsystem aus Steuergeldern? Steuererhöhungen wären zwar nicht wirklich einfach zu verkaufen, aber dafür fallen ja die Versicherungsbeiträge weg. Jeder würde für das Sozialsystem sorgen. Im gleichen Atemzug (auch wenn es ein komplett anderes Kapitel ist) würde der Kapitalertragssteuersatz nicht mehr konstant sein, sondern auch wirklich progressiv. Jeder zahlt nach seiner Kraft ein. Also nochmal: Warum unbedingt Versicherungen?</p>
<p>An diesem in der richtigen Ausgestaltung wirklich sozialem Konzept ist komischerweise die FDP-Lieblingsidee am nächsten dran: Die Kopfpauschale. Der Knackpunkt dort ist der Sozialausgleich aus Steuergeldern. Wenn man diesen vernünftig ausgestalten könnte, wäre die Kopfpauschale sozialer als so ziemlich alles, was wir jetzt haben. Wenn nämlich dieser Sozialausgleich für die gesamte untere Hälfte der Einkommen gezahlt würde (in ausreichender Höhe) und mit Steuererhöhungen für alle finanziert würde. Das wäre allerdings eine klassische Umverteilung von oben nach unten und das ist ja nun nicht im Sinne der FDP. Schade eigentlich, dass sie dieses Modell so in Verruf gebracht hat, dass es bei SPD/Grünen/CSU schon solche Beißreflexe auslöst, dass man nicht mehr vernünftig drüber reden kann. Wirklich schade.</p>
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		<title>Was haben Ingenieure (und Naturwissenschaftler) eigentlich gegen &#8222;Verbalwissenschaftler&#8220;?</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 11:47:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pudelchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Anspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Geisteswissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Schwierigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verbalwissenschaftler]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Verbalwissenschaftler&#8220;: Das Wort wurde vom Biologen Ulrich Kutschera eingeführt um die Geisteswissenschaften von den von ihm in &#8222;Realwissenschaften&#8220; umgetauften Naturwissenschaften abzugrenzen. Und auch in aktuellen Diskussionen werden Geisteswissenschaftler häufig als akademische Dünnbrettbohrer abgetan. Die &#8222;Schwierigkeit&#8220; eines Studiengangs wird dann fast komplett am mathematischen Abstraktiongrad festgemacht, während Germanisten und Philosophen ja nur anspruchslose &#8222;Laberfächer&#8220; studieren. Da [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=127&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Verbalwissenschaftler&#8220;: Das Wort wurde vom Biologen Ulrich Kutschera eingeführt um die Geisteswissenschaften von den von ihm in &#8222;Realwissenschaften&#8220; umgetauften Naturwissenschaften abzugrenzen. Und auch in aktuellen Diskussionen werden Geisteswissenschaftler häufig als akademische Dünnbrettbohrer abgetan. Die &#8222;Schwierigkeit&#8220; eines Studiengangs wird dann fast komplett am mathematischen Abstraktiongrad festgemacht, während Germanisten und Philosophen ja nur anspruchslose &#8222;Laberfächer&#8220; studieren. Da muss man dann im Spiegel-Online-Forum lesen, dass &#8222;jeder Ingenieur [...] Sozialpädagogik schaffen&#8220; würde. Soso. Jeder Ingenieur, ohne Ausnahme. Interessant. Mein Fachgebiet ist das anspruchsvollste. Sowieso. Von den anderen würde ich doch vier verschiedene parallel schaffen.</p>
<p>Was mich aber noch viel mehr wundert: Zumindest in der Diskussion fällt auf, dass solche Anfeindungen meist (Ausnahmen bestätigen da die Regel) von angehenden Ingenieuren kommen. Warum das eigentlich? Dass diese Zunft unseren Wohlstand ja quasi allein produziert, ist ja schon lange klar. Theaterwissenschaftler kosten doch nur Geld. Musik gäbe es auch ohne Musikwissenschaftler. Germanisten sind doch überflüssig. Politikwissenschaftler brauche ich doch in meinem Leben nicht. Und Philosophen? Die labern doch auch nur in ihrem Elfenbeinturm herum und haben der Welt nichts gebracht. Was können die schon? Außer erzählen?</p>
<p>Doch wir brauchen, auch angesichts der Fortschritte der Naturwissenschaften im Allgemeinen und der Biologie im Speziellen, eine starke Gemeinde von Geisteswissenschaftlern. Fragen über die Anwendung neuester gentechnischer -therapeuthischer und -diagnostischer Methoden, über die Anwendung technischer Entwicklungen wie RFID dürfen eben nicht nur von reinen Naturwissenschaftlern geklärt werden. Hier MUSS die Geisteswissenschaften außerhalt des Lichts der biologischen Erkenntnis wirken. Hier müssen Grenzen aufgezeigt werden, hier muss auch eine Trennung stattfinden, hier kann die &#8222;Einheitswissenschaft&#8220; nicht funktionieren.</p>
<p>Ach übrigens: mein Studium (Physik) ist sowieso das Schwierigste von allen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pudelchen.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pudelchen.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/pudelchen.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/pudelchen.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/pudelchen.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/pudelchen.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/pudelchen.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/pudelchen.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/pudelchen.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/pudelchen.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/pudelchen.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/pudelchen.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/pudelchen.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/pudelchen.wordpress.com/127/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=127&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Berliner Opernsaison 2009/2010</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 09:51:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pudelchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Leicht verspätet (aber noch vor dem Beginn der neuen Spielzeit) folgt hier mein Fazit für die Opernsaison 2009/2010 in Berlin. Viele tolle Abende in den drei Häusern liegen hinter mir. Mehrheitlich fand die Spielzeit aber für mich der Deutschen Oper Berlin statt. Das Haus gefällt mir mit der Ästethik der Inszenierungen und auch des Saals, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pudelchen.wordpress.com&amp;blog=1198546&amp;post=121&amp;subd=pudelchen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leicht verspätet (aber noch vor dem Beginn der neuen Spielzeit) folgt hier mein Fazit für die Opernsaison 2009/2010 in Berlin. Viele tolle Abende in den drei Häusern liegen hinter mir. Mehrheitlich fand die Spielzeit aber für mich der Deutschen Oper Berlin statt. Das Haus gefällt mir mit der Ästethik der Inszenierungen und auch des Saals, wo noch die Aufführung der Oper, die Akkustik und die Sicht im Mittelpunkt stehen, immernoch am besten.</p>
<p><span id="more-121"></span></p>
<p>Das <em>Highlight der Spielzeit</em> war für mich der <strong>Ballo in Maschera</strong> an der Deutschen Oper Berlin. Überhaupt hat sich die Deutsche Oper für mich als die herauskristallisiert, deren Ästhetik mich dann doch am meisten anspricht. Die wunderbare Inszenierung von Götz Friedrich, die ganz  in den Farben Rot für Leidenschaft, Weiß für Unschuld und Schwarz für Tod gehalten ist, tat auch diesemal ihre Wirkung. <strong>Marcelo Alvarez</strong> als Gustavo und <strong>Dmitri Hvorostovski</strong> als Anckaström waren beide in Hochform und auch der Oscar von <strong>Heidi Stober</strong> war Weltklasse. Von dieser jungen Sopranisten werden wir in Zukunft (und in diesem Beitrag) noch öfter hören. Denn auch im <strong>Falstaff</strong> fiel sie als Nanetta sehr positiv auf. Gerade das Finale war wunderschön gesungen von ihr. Ihre insgesamt tollen Auftritte auch in weiteren Rollen (Susanna/Le nozze di Figaro, Pamina/Die Zauberflöte) machten sie zu meiner <em>Entdeckung der Saison</em>. Ich freue mich schon auf ihr Debut als Micaela in der nächsten Spielzeit und auch Ambrogio Meaestri in der Titelrolle machte den Abend gelungen. Interessanterweise hatte er auch eine Falstaff-Figur. Der berühmte Wäschekorb musste extra für den neuen Falstaff neu angefertigt werden, der ursprüngliche war einfach zu klein.</p>
<p>Im Berliner Feuillton heiß diskutiert war dagegen die Neuinszenierung des <strong>Barbier von Sevilla</strong> von <strong>Katharina Thalbach</strong>. Sie war einfach albern. Aber sie hat unterhalten, sie hat die Aufgabe, die diese Oper hat, wunderbar gemeistert. Sie hat erheitert, einfach einen schönen Abend beschert. Auch wenn sie natürlich nicht immer logisch war und schon gar keine wirklich Aussage im Regiekonzept lag (außer der, dass es keine gibt und man einfach nur Spaß haben möchte). Auch und gesungen wurde ja auch noch: Insbesondere <strong>Lawrence Brownlee</strong> als Almaviva wusste zu gefallen. Gerade wie er die zweite, meist gestrichene,  hochschwierige Arie bezwungen hat, war durchaus beeindruckend.</p>
<p>Die <strong>Cenerentola</strong> zur Vorweihnachtszeit war ein typisches Weihnachtsmärchen. Ruxanda Donose in der Titelrolle hatte aber insb. in den schönen Kleidern ein wunderbares Aschenputtel. Auch <strong>Tiziano Bracci </strong>als Magnifico war insbesondere als Darsteller großartig.</p>
<p>Im neuen Jahr standen dann <strong>Wagner-Wochen</strong> an. Die, nun ja, gewöhnungsbedürftige <strong>Holländer</strong>-Version auf dem Börsenparkett mit dem Südwind als Bullenwetter und dem Steuermann als Aktienhändler und Senta-Double schon im ersten Aufzug, wurde insbesondere durch den Holländer von <strong>Egil Silins</strong> aufgewertet. Denn so reizvoll wie die Börsenidee ist, so wenig setzt sie die Grundidee der Oper um. Ich weiß nicht, wovon der Holländer erlöst wurde.</p>
<p>Eine wirklich gute Inszenierung erlebten wir dagegen mit dem <strong>Rienzi </strong>von <strong>Phillip Stölzl</strong>. Eindeutig die interessanteste und wahrscheinlich beste Neuinszenierung der abgelaufenen Spielzeit. Dazu war <strong>Torsten Kerl </strong>in der Titelrolle schauspielerisch als charismatischer Führer Rienzi großartig. Zwar waren manche Töne gepresst, aber die Rollenanlage stimmte einfach. <strong>Kate Aldrich</strong> als Adriano war dagegen sängerisch wie schauspielerisch der Star des Abends und dank der Absage von  Vesselina Kasarova die <em>Mezzosopranistin der Saison. </em>Außerdem hat Frau Aldrich ihr Debut an der MET als Carmen gegeben. Umso schöner, dass sie in der nächsten Spielzeit auch in dieser Rolle (neben der Didon in den Trojanern) nach Berlin zurückkehrt.</p>
<p>Wir wechseln dann doch mal das Haus um vom <em>Bass der Saison</em> zu berichten. Trotz einer vollkommen bescheuerten <strong>Faust</strong>-Inszenierung (ich habe mich noch nie so gefreut, im 4. und 5. Akt eine leere Bühne und nicht mehr diesen Techno-Schuppen zu sehen) war nämlich <strong>René Pape</strong> als Mephisto vollkommen genial.</p>
<p>Zurück zur DOB. <strong>Roberto Alagna</strong> gab sich die Ehre. Eigentlich hätte er mit zwei großartigen Partnerinnen singen sollen (Diana Damrau als Lucia und Vesselina Kasarova als Carmen), die aber beide krank absagen mussten. Neben unserem <em>Tenor der Saison</em> erlebten wir als zwei Ersatzbesetzungen. <strong>Eglise Guiterrez</strong> als <strong>Lucia</strong> hatte zwar Probleme in den Duetten mit ihren Partnern mitzuhalten, hatte in ihrer Wahnsinnszene, als sie das Orchester &#8222;für sich&#8220; hatte, auch wunderschöne Momente. Bei der <strong>Carmen</strong> hatte ich dann wirklich Pech. An zwei von drei Vorstellungen sang nämlich niemand geringeres als Elina Garanca als Ersatz für die Kasarova. Leider hatte ich Karten für die dritte Vorstellung, also bekamen wir <strong>Hadar Halevy</strong> in der Titelrolle. Ihr größtes Problem war nicht die Stimme, denn die Töne hatte sie, aber ihre Interpretation der Carmen krankte ab und zu am fehlenden Konzept. Carmen ist eine schwierige Figur. Sie muss begehrenswert sein. Sie muss verführerisch sein und verführerisch tanzen und nebenbei noch ihren ganzen Stolz bewahren (Libre elle est née, libre elle mourra). Das schaffte die Dame nicht in jeder Situation.</p>
<p>Die <strong>Leonoren</strong>-Inszenierung von <strong>Benedikt von Peter</strong> an der Komischen Oper wurde hier ja schon gut besprochen. Zusammenfassend kann man sagen, dass sie interessant, aber nicht überragend war.</p>
<p>Der Saisonausklang fand dann in der Lindenoper statt. <strong>L&#8217;Étoile </strong>unter Rattle war ein wirklich lustiger Abend, nicht mehr und nicht weniger. Die Inszenierung war dabei modern, aber librettotreu. Von solcher Librettotreue konnte man beim <strong>Elisir d&#8217;Amore</strong> mit <strong>Nino Madschaize</strong> (großartig!) als Adina nicht reden. Ein komisches Theater-Setting, mit Giannetta(!) als Regisseurin hat eigentlich kaum jemand verstanden.</p>
<p>Doch dann kam noch einmal ein letzter Paukenschlag an der Deutschen Oper Berlin. <strong>Otello</strong>. Die Inszenierung war nicht immer logisch, aber brachial. Der (wie immer) top eingestellte Chor der Deutschen Oper (<em>Chor der Saison</em>) saß in einer siebengeschössigen Bettenwand. Ein wunderbares Klangerlebnis war die Folge. Und wo wir gerade bei &#8222;wunderbar&#8220; sind. <strong>Anja Harteros </strong>wurde in letzter Minute meine <em>Sopranistin der Saison.</em> Diese Pianissimi, dieses Timbre. Diese leise im Nichts entstehenden und ins Nichts verschwindenden Töne. Sie steckte an diesem Abend die Konkurrenz aus 65 Jahren stereophoner Schallplattengeschichte in die Tasche. <strong>José Cura </strong>in der Titelrolle hatte zwar trotz (oder gerade wegen?) seiner enormen Erfahrung manchmal Probleme und klang sehr angestrengt war gestalterisch aber toll.</p>
<p>Das war also 2009/2010. Zumindest in Auszügen. Eine Anmerkung zum Schluss: Nach dieser großartigen Saison hat die Deutsche Oper Berlin übrigens 11 Prozentpunkte in der Auslastung gewonnen. Ein tolles &#8222;Abschiedsgeschenk&#8220; für Frau Harms. Und die nächste Spielzeit steht vor der Tür. Highlights sind der neue Don Giovanni mit Ildebrando D&#8217;Arcangelo in der Titelrolle der Premierenserie und am Ende nochmal Erwin Schrott als Leporello und Nicole Cabell als Elvira. Die Neuinszenierung der Trojaner mit Kate Aldrich unter GMD Runnickles wird wahrscheinlich ein ebensolches Highlight wie Patricia Ciofi als Violetta mit Leo Nucci als Giorgio in der Traviata, genauso wie Frau Harteros als Violetta nach Berlin zurückkehren wird. Vormerken werde ich mir auch Metanoia in einer Inszenierung von Christoff Schlingensief im Schillertheater. Und noch eine Sache zum Schluss: Hoffen wir, dass die drei Häuser ihre ganz eigene Ästhetik behalten. Trotz der neuerdings zusammengelegten Werkstätten.</p>
<p>Wir sehen uns 2010/2011!</p>
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